Wer bin ich?

Mein Golf


1996, auf einer Driving Range in Spanien machte ich meine ersten Schwungversuche. Mit dem ersten getroffenen Ball war es um mich geschehen. Das Spiel hatte mich gefangen. 1997 machte ich Golf dann zu meinem Hobby.
Die folgenden Jahre dümpelte mein Golfspiel neben Studium und Arbeit dahin. Es war ein angenehmer Ausgleich und eine Befreiung für den Kopf. Der Ehrgeiz hielt sich aber in Grenzen. Dies änderte sich dann im Jahr 2003, als meine Frau sich bei mir mit dem Golfvirus angesteckte. Ab da waren wir jedes Wochenende auf dem Platz und spielten fast alle Clubturniere eifrig mit.

Der Weg zum Mental-Trainer


2011 knackte ich die magische Barriere und wurde Einstellig. Doch dann begann der Kampf im Kopf, und der Druck stieg mit jeder Runde, die ich 0,1 näher an die böse -10,0 heranrückte. Bis -10,4 ging es erst einmal Schritt für Schritt bergab, bis sich eine leichte Entspannung einstellte, denn der Abstand war nun groß genug, um nicht mehr unmittelbar an der besagten Schwelle zu stehen. Mit langsamen Schritten kämpfte ich mich zurück auf -10,0, also erneut an die Schwelle zum Glück. Im Nachhinein betrachtet muss ich das, was dann geschah wohl als absoluten Glücksfall bezeichne, denn ich hatte das Vergnügen einen Tag lang wirklich "in the zone" zu spielen.

Auf einem fremden Platz, den wir mit der Jungseniorenmannschaft spielten, gelang es mir bei starkem Wind eine 79 (7 über Par) zu spielen. An der 18. Bahn, einem sehr langem Par 4, lag mein zweiter Schlag im Grünbunker, absolut tot an der Bunkerkante. Ich wusste, dass ich ein Par benötigte, um eine 79 zu spielen (meine zweite 79 auf einem Par 72 Platz überhaupt!). Aus irgendeinem Grund ist es mir damals gelungen, meinen Kopf komplett frei zu machen, mich an den Ball zu stellen und mit dem Sandwedge einfach voll hinter den Ball zu hauen. Zu meinem Erstaunen, und auch sicher dem meiner Flightpartner, kam der Ball absolut sauber (abgesehen von der Riesensandfontäne) aus dem Bunker heraus und landete knapp einen Meter hinter der Fahne, wo er direkt zur Ruhe kam. Hier war es mir wirklich gelungen, vor dem Schlag alle Gedanken loszulassen und jedes mögliche Ergebnis zu akzeptieren. Seit dieser Runde im Jahr 2012 habe ich mein Handicap unter -10,0 halten können. Diese eine Runde hat sich in meinem Kopf verankert und mir gezeigt, was möglich ist.

Damals ein Glücksfall, heute ist mir nach etlichen Büchern, Stunden beim Mentaltrainer, und nun meiner eigenen Ausbildung und Zertifizierung bewusst, dass genau das "Akzeptieren jedes möglichen Ergebnisses" der Knackpunkt war.

Der Schritt zum Golf Mental-Trainer ist ein logischer Schluss. Ich möchte anderen Golfern helfen, ihre mentalen Blockaden zu überwinden und auch öfter "in the zone" zu spielen.